Wer einen Welsh Springer Spaniel liebt, der liebt auch die seidigen Ohren, das glänzende Rot-Weiß und die Fahnen an den Läufen. Aber wir wissen alle: Dieses wunderschöne Fell ist auch ein echter Magnet für Kletten, Schlamm und kleine Äste. Damit bei unseren Hunden im Wald nicht jeder Schlamm und Dreck hängen bleibt, sie im Alltag eine gute Figur machen und sich wohl fühlen, haben wir über die Jahre unsere eigene Pflegeroutine entwickelt.
Wir nehmen euch mit in unseren Salon und zeigen, wie wir die Fellpflege und den Trimm im Alltag handhaben. Für einen Showtrimm gibt es spezielle Anforderungen und es muss viel sorgfältiger gearbeitet werden. Darauf gehen wir heute nicht ein.
Die Basis: Einmal pro Woche ist Kamm-Zeit
Wir halten es ganz pragmatisch: Einmal pro Woche wird gründlich gekämmt. Mit dem Kamm holen wir lose Unterwolle aus dem Fell. Die Fahnen lockern auf. Besonders hinter den Ohren und in den Achseln bilden sich gerne mal Filzknoten. Wenn sich die Knoten mit dem Kamm nicht lösen lassen, schneiden wir sie mit der Effilierschere auf. Auch Kletten oder kleine Äste, die im Fell hängen, lassen sich gut auskämmen. Dabei achten wir auch regelmäßig auf Zecken.
Der regelmäßige Trimm (alle 2-3 Monate)
Etwa alle acht bis zwölf Wochen ist großer Service. Ein Welsh Springer soll natürlich aussehen, aber gepflegt. Dabei geht es uns weniger um Ausstellungs-Perfektion, sondern um Wohlbefinden und Funktionalität. Wir baden unsere Hunde vor dem Trimm nicht. Das Fell ist selbstreinigend, Schlamm und Dreck rieseln beim Trocknen aus. Manchmal spülen wir nach der Gassirunde mit klarem Wasser das Fell aus. Nur bei sehr starker Verschmutzung und übel riechenden Dingen, wie Gülle, toter Fisch oder Fuchsscheiße, nehmen wir ein Bad mit Hundeshampoo.
Den Hund stellen wir erhöht auf eine stabile Unterlage, idealerweise einen Trimmtisch. Der Trimmtisch ist höher und schmaler als ein normaler Tisch. Das erleichtert die Arbeit am Hund. Sonst tut es aber auch jeder stabile Tisch.
Die Ohren: Belüftung ist alles!
Die typischen Spaniel-Schlappohren sind wunderschön, aber leider auch anfällig. Wir kürzen das Fell an den Ohren – sowohl innen als auch außen – und schneiden die Kontur. Warum? Ganz einfach: Je mehr Luft an den Gehörgang kommt, desto geringer ist das Risiko für Hefepilze und schmerzhafte Ohrentzündungen. Ein luftiges Ohr wird schneller trocken und bleibt gesund!
Hals und Brust: Schmal und elegant
Wir lieben es, wenn der Hals schön schmal wirkt. Deshalb kürzen wir das Fell am Hals und an den Seiten deutlich ein. Wichtig für den typischen Look: Die prachtvollen Brustfahnen lassen wir ab dem Brustbein stehen. Seitlich zu den Beinen hin wird das Fell wieder weich eingekürzt, damit die Silhouette harmonisch bleibt.
Die Pfoten: Saubere Sache
Wir schneiden das Fell sowohl oben auf den Pfoten als auch unten zwischen den Ballen – jedoch nur soviel, dass eine geschlossene Pfote bleibt. Das verhindert, dass der Hund rutscht oder sich unnötig viel Dreck im Fell festsetzt. Und wenn wir schon dabei sind, werden die Krallen kontrolliert und bei Bedarf gekürzt.
Die Fahnen an den Vorderläufen diagonal zur Pfote hin kürzen, so dass kein Fell auf den Boden hängt. Mit der Effilierschere werden die Fahnen bei Bedarf etwas ausgedünnt oder seitlich herausstehendes Fell vorsichtig gekürzt.
Das Hinterteil und die Rute
An den Hinterläufen wird das Fell ab dem Knie kurz gehalten und Fahnen ebenfalls auf Knielänge gekürzt.
Mit der Effilierschere kann das Fell nach Bedarf ausgedünnt werden. Bei Rüden schneiden wir das Fell am Unterbauch, so dass sich kein Urin im Fell fängt.
Wir ertasten die Spitze der Rute und kürzen überstehendes Fell. Die Fahnen an der Unterseite der Rute leicht kürzen, je nach persönlichem Geschmack. Uns gefällt eine buschig dichte Rute am besten.
Unsere Werkzeugkiste: Vom Must-have zum Luxus
Man muss kein Profi-Groomer sein, um seinen Welsh Springer schick zu halten. Diese Werkzeuge nutzen wir.
Die Minimalausstattung
Für den Anfang reichen diese drei Dinge völlig aus:
Ein stabiler Metallkamm.
Eine gerade Schere für die Feinarbeiten.
Eine gerade einseitige Effilierschere (die mit den Zinken auf einer Seite) für natürliche Übergänge.
Nützliche Ergänzungen
Wir haben unseren Werkzeugkoffer nach und nach erweitert. Sehr hilfreich ist eine abgerundete Schere für die Konturen an den Ohren und Pfoten. Eine doppelseitige Effilierschere nutzen wir gerne, um das Fell an den Ohren und den Fahnen ganz sanft auszudünnen, ohne dass es abgeschnitten aussieht. Das funktioniert auch mit der einseitigen Effilierschere – sie haut aber schnell mal eine Ecke ins Fell.
Luxus und Profi-Tipp
Für das perfekte Finish auf den Pfoten haben wir uns eine abgerundete Effilierschere gegönnt. Damit lassen sich die Puschel oben auf der Pfote wunderbar weich modellieren. Das hat allerdings auch seinen Preis. Es geht auch mit der einseitigen geraden Effilierschere. Die runde Schere schneidet halt runder…
Optional: Die Schermaschine
Mit der Maschine sind Ohren, Hals und Brust schnell erledigt. Es geht viel leichter als ein Scherenschnitt. Wir nutzen hierfür die Moser max45 in Kombination mit einem Andis Scherkopf Nr. 7 (3.2mm). Trotz Training ab dem Welpenalter, lassen es sich bei uns aber nur zwei von vier Hunden gefallen. Den Anderen ist das Brummen der Maschine einfach zu gruselig.
In der Anschaffung ist eine kabelgebundene Maschine günstiger. Wer maximale Bewegungsfreiheit möchte, fährt mit einem Akku-Modell natürlich komfortabler.
Wir hoffen, dieser kleine Einblick hilft euch dabei, die Pflege eures Hundes selbst anzugehen. Es ist kein Hexenwerk – und das Gefühl nach dem Trimm, wenn der Hund wieder schick aussieht, ist einfach toll!
Nach ausgiebiger Recherche haben wir uns für die Zucht von Tanja und Oliver entschieden.
Kennenlernen konnten wir den Welsh bei Freunden und waren sofort vom freundlichen Wesen begeistert.
Im Juni 2023 lernten wir Tanja und Oliver bei einer "Vorstellungsrunde" in gemütlicher Atmosphäre persönlich kennen.
Im August haben wir den D-Wurf dann besuchen dürfen. Das war ein unvergessliches Erlebnis!
Im September 2023 war es dann soweit, zu Hause war für den kleinen Mann alles vorbereitet und wir konnten unseren Aiko in sein neues Zuhause mitnehmen.
Der Welpenkurs startete im Oktober in einer Hundeschule, wo die Erziehung völlig ohne Zwang erfolgte.
Anschließend haben wir dort mit Aiko auch den Junghundekurs belegt.
Die Zeit verging und im Juni 2024 sind Aiko und ich Mitglied im "Suchhund Reez", einem österreichischen Suchhundeklub geworden.
Da der Welsh gerne mit der Nase arbeitet, haben wir mit dem Mantrailing begonnen, um ihn auszulasten. Heute gesehen, genau das richtige Betätigungsfeld für uns beide.
Wir trailen jeden Donnerstag und Sonntag, egal bei welchem Wetter und an ständig wechselnden Orten. Wenn ich das Suchgeschirr samt Schleppleine in die Hand nehme, wird er richtig unruhig und startet zum Auto.
Nach sanfter Steigerung der Anforderungen hat Aiko dann im Juli 2024 seine erste Prüfung abgelegt, die Basic I. Es folgten dann die Basic II und III.
Im Oktober 2024 wurde es dann ernst, Aiko hat die Profi I-Prüfung bestanden.
Als nächstes steht die Profi II-Prüfung an. Wenn alles klappt, werden wir diese Anfang 2026 ablegen.
Zweimal im Jahr wird ein Einsatz-Trail ausgelegt, wo über eine Distanz von 5-7 km als Mensch-Hunde-Team eine vermisste Person finden sollen. Das ist für beide schon anspruchsvoll! Da diese Distanz einen Hund allein überfordern würde, arbeiten abwechselnd zwei Teams zusammen, ein sogenanntes Kettentrail.
Ein bis zweimal mal im Jahr legen wir einen Nachttrail aus, wo die Teams dann mit einer Stirnlampe unterwegs sind.
Unser Training ist schon abwechslungsreich und wir bekommen immer neue Anfragen für’s Trailen.
Mir wurde angeboten, an einer Ausbildung zum Mantrailing-Instruktor teilzunehmen. Ich darf dann nach bestandener Prüfung ausbilden und Prüfungen abnehmen. Der positive Effekt dabei, kurze Wartezeiten beim Training für das Mensch-Hunde- Team.
Im Oktober 2025 habe ich die Prüfung zum Mantrailing-Instruktor bestanden.
Schleichend trainiere ich mit Aiko schrittweise auch die Anforderungen für die Prüfung Profi III. Bei dieser Prüfung müssen dann Gegenstände von Gesuchter- und Verleitperson unterschieden werden, welche auf der Strecke ausgelegt sind. Am Ende muss der Hund unter mehreren Personen die gesuchte sicher anzeigen.
Dazu kommt, es sind jegliche Richtungswechsel mit viel Ablenkung bei der Streckenführung erlaubt, das Spuralter beträgt 60 min, der Hund startet mit Abgang unbekannt (muss selbständig die Abgangsrichtung bestimmen) und hat ein Zeitlimit für die Suche. Die Länge der Prüfungsstrecke beträgt 1300 m.
Weiterführend wird dann in einem Gebäude mit mehreren Türen eine Person versteckt. Hier muss der Hund dann die richtige Tür anzeigen, hinter der sich die gesuchte Person befindet.
Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis wir diese Prüfung angehen, aber ich bin optimistisch.
Unser inzwischen traditionelles Welpentreffen fand dieses Jahr wieder im September statt.
Von unserer Lehmhügelfamilie waren neben unseren eigenen Hunden dabei:
Lizzy (A-Wurf),
Anouk, Toby und Monty (D-Wurf),
Charlie, Leo und Hektor (E-Wurf).
Bei bestem Wetter haben wir einen kleinen Spaziergang über unsere Hauswiese gemacht und anschließend bei Kaffe, Zimtschnecken, Kuchen, mitgebrachten Salaten und der obligatorischen Thüringer Bratwurst bis in den Abend zusammengesessen.
Es war wieder ein sehr schöner Tag. Herzlichen Dank an alle die dabei waren und wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr.
Im April 2025 hat Anouk (D-Wurf) im Rahmen ihrer jagdlichen Ausbildung die Bescheinigung über den Lautnachweis erhalten.
Im Juli folgte dann die Brauchbarkeitsprüfung.
So beschreiben es die stolzen Hundeeltern:
Am 12. Juli 2025 machte Anouk sich und auch Manu und Markus ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk. Sie meisterte erfolgreich die Brauchbarkeitsprüfung des Landesjagdverband Hessen e.V. in den Fächern:
Allgemeiner Gehorsam,
Schussfestigkeit und Standruhe,
Nachsuche auf Schalenwild.
Im März 2025 begann die Vorbereitung. Jeden Samstagvormittag ab 08.00 Uhr wurde in einer Gruppe mit ca. 10 Hunden trainiert. Gehorsames Laufen an der Leine, freies Stöbern auf dem Feld und folgsam „bei Fuß“ sitzen bei lautem Treiben im Wald mit Schuss. Übungsfährten wurden für jedes Team gelegt, teils auch Übernacht-Fährten und mit den Hunden nachgesucht. Schnell war klar, dass Anouk die Fährtenarbeit am besten gefällt. Einmal an der Spur angedockt, läuft sie diese zuverlässig und ruhig ab. Selbst eine Übernacht-Fährte nach einer stürmischen, regnerischen Nacht war nur eine kleine Herausforderung. So überraschte es nicht, dass sich die Richter am Tag der Prüfung sehr beeindruckt von Anouks Nase zeigten.
So ist der Welsh eben. Immer eine Nasenlänge voraus. 😊
Jetzt ist die Prüfung bestanden und Anouk ist offiziell in der Jägersprache ein „brauchbarer Hund“. (Das war sie davor aber auch schon 😉)
Text und Bilder: Manuela Hartnagel
Wir sind sehr stolz auf Euch, herzlichen Glückwunsch.
Auch in diesem Jahr haben wir wieder zum Welshspaziergang eingeladen. Es freut uns sehr, dass jedes Jahr mehr Teilnehmer kommen.
Mit ca. 25 Personen und fast 20 Hunden sind wir bei schönem Wetter aufgebrochen. Nach freiem Spiel auf der großen Wiese und kurzer Abkühlung im Bach sind wir eine schöne Waldrunde gelaufen.
Der Biergarten lieferte die perfekte Atmosphäre zum Austausch von Anekdoten rund um unsere Hunde.
Vielen Dank allen die dabei waren. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr.
Dieses Jahr hat es wieder geklappt und wir konnten uns in Lämmerspiel treffen.
Von unserer regelmäßig wachsenden Lehmhügel-Gemeide waren Amy, Lizzy, Miley, Whymper, Anouk, Aiko und von uns Yve, Ally und Dottie dabei. Dazu kamen Curtis (Papa D-Wurf) und Kygo. Calea mussten wir leider aufgrund ihrer Läufigkeit ausquartieren.
Nach einem kleinen gemeinsamen Spaziergang haben wir es uns bei Thüringer Bratwurst und mitgebrachten Köstlichkeiten gemütlich gemacht. Bei interessanten Gesprächen, nicht nur über Hunde, hatten wir alle einen wirklich schönen Tag.
Vielen Dank, dass ihr alle da wart. Wir freuen uns auf das nächste Mal.